Auch die Griffteile der alten Bögen zeigen die hohe Vielfalt und Variationsbreite bei den Griffteilen.
Während die Griffe der Stabförmigen Bogentypen oft gar nicht herausgearbeitet wurden und daher,
außer durch die Lage in der Bogenmitte,
nicht als solche erkennbar sind
wurden die Handgriffe des Propellerförmigen Bogentypen so gut wie immer speziell zurechtgeformt.
Beim Bodman Bogen bestand die technische Notwendigkeit
Die Schmalheit in der Bogenmitte durch eine Verdickung in diesem Bereich auszugleichen, da der Bogen bei gleichbleibender Dicke, an dieser Schmalstelle brechen würde.
Diese Verdickung auf der
Innenseite konnte mehr rundlich oder eher gratförmig
mit flachen Mittelstreifen oder zwei aneianderstoßenden Facetten gestaltet werden.
Beim Stabförmigen Bogen war keine Mittenverdickung erforderlich.
Man verzichtete wohl der Einfachheit halber ganz auf eine spezielle Zurichtung des Griffteils.
Autor
Thomas Willmes
Bogenbaumeister · Seit 2009
Über 15 Jahre traditioneller Bogenbau aus Leidenschaft. Spezialist für englische Langbögen, historische Recurves und naturbelassene Selfbows aus edlem Holz.
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